Hoodia Gordonii – Hoodia Kaktus

Seit tausenden von Jahren schätzen die afrikanischen Eingeborenen den Kaktus Hoodia Gordonii. Die Buschmänner in Südafrika und Namibia, von den Anthropologen als San bezeichnet, sind das älteste Nomadenvolk der Welt. Sie ziehen umher und ernähren sich als Jäger und Sammler.

Ihren Legenden zufolge entdeckten die Buschmänner in der Kalahari Wüste vor langer Zeit, dass der Kaktus Hoodia Gordonii mehr bietet als nur lebensnotwendigen Saft. Flüssigkeit war für sie von elementarer Bedeutung, da es in der trockenen Steppe keine Flüsse und die meiste Zeit des Jahres auch keine größeren Wasserflächen gab. Nur während der kurzen Regenzeit könnten sie den Luxus, ausreichend Wasser zu haben, genießen. Den Rest des Jahres deckten sie ihren Flüssigkeitsbedarf über den Wasseranteil in der Nahrung und fingen den morgendlichen Tau von Blättern auf.

Genug Nahrung zu finden war für die Buschmänner in der unwirtlichen Kalahari Wüste eine tägliche Herausforderung. Sie liefen auf der Jagd oft hunderte von Kilometern hinter Beutetieren her. Dabei konnten sie keine Nahrung bei sich tragen, da jegliches herumzutragende Gewicht sie verlangsamt hätte. Den Hunger mussten sie anderweitig unter Kontrolle bringen. Zudem hatten sie auch der Versuchung zu widerstehen, das erlegte Beutetier nicht gleich selbst zu verspeisen, sondern nach Hause zu bringen, um es mit der wartenden Stammesgemeinschaft zu teilen.

Ihren Legenden zufolge spielte Hoodia Gordonii im täglichen Überlebenskampf der San eine elementare Rolle. Von Generation zu Generation überlieferten die San ihr traditionelles Wissen um Kowa, wie sie die Pflanze nannten. Ihren Legenden nach sättigte Hoodia, drosselte Durst und steigerte ihre Energie. Am Fruchtfleisch der Pflanze saugend, löschten die Buschmänner ihren Durst und verringerten das Bedürfnis nach Nahrung. (Quelle: Woodland Health Report: “The New, All-Natural Appetite-Suppression Phenomen Hoodia” – ISBN: 1-58054-405-3)

1996 untersuchten südafrikanische Wissenschaftler erstmals die Wirkung von Hoodia Gordonii und konnten dabei den den sekundären Pflanzennährstoff P57 (Pregnanglycos) extrahieren. Seither wird weltweit an der weiteren Erforschung und Vermarktung von P57 gearbeitet.

Hoodia Gordonii sieht aus wie ein Kaktus, ist aber genau genommen eine sukkulente Pflanze, die zu den Seidenpflanzengewächsen zählt. Es wächst in der südafrikanischen und namibischen Wüste auf sandigem, teilweise auch felsigem Grund. Über 40 Jahre kann es alt werden und ein Jahr lang ohne Regen auskommen.

In Nahrungsergänzungsmitteln ist Hoodia Gordonii in pulverisierter Form enthalten. Zur Gewinnung werden die Stängel der Pflanze geerntet, getrocknet und gewalzt. Übrig bleibt ein Pulver mit etwa 5% des Gewichts der frischen Pflanze.

 
Autor: Sporty Girl |
 Themenbereich: Ernährung

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