Bereits zu frühmorgendlicher Stunde hört man ein leises Tap, Tap, Tap im Schlafzimmer. Wenige Augenblicke danach blickt man in die treuesten Augen, die einem zublinzeln können – und sagen: “Aufstehen, ich will los, und zwar sofort! Ich will das volle Morgenprogramm mit Gasse gehen, Stöckchen werfen und Leckerei!” Was für manche leider zum lästigen Alltagsritual verkommen ist, birgt jede Menge Power. Acht bis zehn Stunden pro Woche ist der aktive Hundebesitzer im Schnitt mit seinem Trainingspartner unterwegs – das macht nicht nur “Strolchi” fit, sondern auch Herrchen und Frauchen.
Dass Bewegung an der frischen Luft gesund ist, weiß bereits jedes kleine Kind. Wer aber geht tatsächlich mehrmals täglich vor die Tür? Hundebesitzer, und das bei jedem Wetter!
Für Herrchen und Frauchen gibt es keine Ausflüchte, wenn es um die regelmäßige Bewegung mit dem Vierbeiner geht, denn da ist “Struppi” gnadenlos. Das hat positive Auswirkungen auf Kondition, Muskeln, Immunsystem und Blutwerte. Laut Studien erkranken Hundehalter nicht nur seltener am Herzen, sie überleben einen Infarkt auch deutlich häufiger und länger.
Unsere vierbeinigen Freunde schnuppern gerne – meist an den Duftmarken ihrer Artgenossen. Doch bei einer britischen Testserie gelang es den Tieren sogar, verschiedene Krebsarten beim Menschen zu diagnostizieren. Neben krebspositiven Proben erkannten die Hunde selbst Krebs am urin eines vermeintlich Gesunden. Weiterführende Untersuchungen ergaben, dass der Proband tatsächlich an einem unentdeckten Nierentumor litt.
Auch im Bereich “adipöse Kinder” erweisen sich Hunde als optimale Motivatoren und Trainingspartner. Die übergewichtigen Jugendlichen finden beim Bewegungstraining mit ausgebildeten Therapiehunden neuen Zugang zu Sport, Spiel und Spaß an der frischen Luft.
Wer also bereits “auf den Hund gekommen” ist, kann problemlos sein körperliches Training auf seinen Trainingspartner einstellen. Gibt es was schöneres als Begleitung beim Training?