Gewichtsreduzierung – eigentlich einfach, aber doch für viele so schwer

Immer wieder dasselbe: die Waage schlägt nach rechts aus, die digitalen Zahlen sind wieder bedenklich hoch. Der übrig gebliebene Speck rollt sich um die Mitte, und Gewichtsreduzierung steht von nun an auf dem Programm. Das ist leicht gesagt. Doch mit der Gewichtsreduzierung tut sich so manche, so mancher schwer. Wie gut, dass es unterstützende Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung gibt. Denn die schlanke Linie ist nicht nur optisch vorteilhaft. Jedes Kilo, das man abnimmt, entlastet die Gelenke und verlangsamt den Prozess der Alterung.

Da macht Laufen & Joggen oder sonstiger Sport und Fitness wieder gleich viel mehr Spaß. Es läuft sich einfacher, die Puste hält wieder etwas länger und überhaupt fühlt man sich mit ‘ein paar Pfunden Butter’ weniger auf den Rippen viel wohler und agiler.

Aber auch für die Seele ist die schlanke Linie Balsam. Auf einmal kneift die Hose nicht mehr und selbst im sexy Outfit hält man seinen eigenen prüfenden Blicken im Spiegel stand. Man fühlt sich attraktiver und begehrenswerter, was sich natürlich auf das Selbstwertgefühl und die Ausstrahlung auswirkt.

Der Weg zur Wunschfigur ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Die meisten davon drehen sich leider um das Thema Verzicht. Keine Schokolade, keinen Gummitierchen, keine Chips, kein Alkohol… Doch zur effektiven und erfolgreichen Gewichtsreduzierung brauchen Sie nicht mit asketischer Härte gegen sich selbst vorzugehen. Im Gegenteil – denn nur wenn letztlich das Wohlfühlen und der Spaß daran überwiegt, gelingt es, auf Dauer schlank zu werden und zu bleiben. Was bringt es Ihnen, wenn Sie schnell mal ein paar Kilos asketisch abspecken und diese im Handumdrehen wieder drauf haben? Jojo-Effekt – kommt der Ihnen bekannt vor? Dauerhaft sind zur Askese nur die wenigsten Menschen fähig. Abgesehen davon ist es alles andere als gesund und macht überhaupt keinen Spaß.

Zahlreiche Diäten versprechen eine schlanke Körperkontur. Bis vor kurzem wurde noch empfohlen viele Kohlenhydrate, möglichst wenig Fett und Eiweiß in Maßen zu verzehren – Stichwort Ernährungspyramide. Auch heute gibt es noch viele, die auf diese veralteten Annahmen aus dem 70er Jahren vertrauen. Sie blicken den Tatsachen, dass es trotzdem immer mehr Übergewichtige gibt, nicht ins Auge und halten an der Light-Lüge und der Kohlenhydratmast fest. Obwohl weniger Fett, viel Brot und reichlich Kartoffeln gegessen wird, werden die Deutschen immer dicker – warum nur?

Aus neueren Erkenntnissen heraus sind Obst, Gemüse und Eiweiß anstelle von Kartoffeln und Kohlenhydrate zu den Basisstufen der Ernährungspyramide geworden. Weiter besagen diese neueren Erkenntnisse, dass es für die Gewichtsreduzierung besonders wichtig ist, alles zu vermeiden, was den Insulinspiegel schnell ansteigen lässt. Gemeint sind hiermit schnelle Kohlenhydrate. Denn ein hoher Insulinspiegel bewirkt auch Heißhunger-Attacken. Schnelle Kohlenhydrate, wie z.B. die Kartoffel, locken viel Insulin – um abzunehmen vermeiden Sie die also besser. Denn solange das Insulin hoch ist wird kein Fett verbrannt, da der Körper aufgrund der Kohlenhydrate auf Zuckerverbrennung eingestellt ist. Ein Zuviel des Zuckers wird zudem in Fett umgewandelt und ‘für schlechte Zeiten’ deponiert. Fazit: Fettpölsterchen wachsen anstatt zu schrumpfen.

In den USA ist die kohlenhydratarme Ernährung, die so genannte Low Carb Diät schon länger ein Hit. Langsame Kohlenhydrate kombiniert mit Eiweiß, wie z.B. Gemüse und Fleisch, Nudeln mit Gemüse, Vollkornbrot mit Quark und Marmelade lassen den Insulinspiegel nur langsam ansteigen. Sie würden sogar im Vergleich mit den schnellen Kohlenhydraten bei gleicher Kalorienzahl nicht so stark ansetzen. Eine Art der Low Carb Diät ist die Glyx Diät.

Die Formula-Diät soll an dieser Stelle, als schnellste Möglichkeit zur Gewichtsreduzierung, erwähnt sein. Pulver, meist mit Wasser oder Milch zu einem Diät-Drink angerührt – und fertig ist der flüssige Mahlzeitenersatz. Freunde der Diätnahrung haben daran die reinste Freude, denn Formuladiäten sind einfach, schnell zubereitet und ohne Kochaufwand und ohne großer Einkaufsliste zu bewältigen. Nur sollte man dabei auch beachten, dass je mehr man sich flüssig ernährt, desto größer die Gefahr des Jojo-Effekts wird. Ein Mahlzeitenersatz ab und zu ist dabei aus Sicht der langfristigen und effektiven Gewichtsreduzierung sinnvoller als einige Tage Crash-Diät.

Wenn Sie sich ausgewogen ernähren und es nicht übertreiben – egal in welche Richtung – wird es Ihnen nicht schwer fallen Ihre überflüssigen Pfunde loszuwerden und Ihr Wunschgewicht dann auch zu halten. Der Knackpunkt liegt in der Übertreibung, denn generell soll bei uns alles, was wir loswerden wollen, möglichst schnell gehen. Je schneller Sie die Gewichtsreduzierung aber vorantreiben, desto größer ist die Gefahr, dass die verlorenen Pfunde auch richtig schnell – wie ein Bumerang – wieder zu Ihnen zurück kommen.

Stellen Sie Ihre Ernährung allmählich um und gewöhnen Sie sich Schritt für Schritt an ein Fitness Programm, das Ihnen dauerhaft Spaß macht und wobei Sie nicht nach ein paar Wochen wieder das Handtuch werfen. So wird die Gewichtsreduzierung nicht auf sich warten lassen und vor allem von Dauer sein – effektiv, leicht und einfach.

 
Autor: Sporty Girl |
 Themenbereich: Übergewicht

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6 Reaktionen zu “Gewichtsreduzierung – eigentlich einfach, aber doch für viele so schwer”
  1.  Hennii am 5. November 2009:

    Das Dilemma ist die Ungeduld und das falsche “Schönheits”-Ideal. Und angesichts der vielen Diäten, die nix anderes tun, als verunsichern, werden die Menschen immer dicker. Das wiederum ruft neue “Diäten” auf den Plan und das Spielchen geht munter weiter. Ganze Wirtschaftszweige legen gut davon, denn kaum einer hat was gegen dicke Umsätze. Du hast recht, ausgewogene Ernährung, die auch Sünden zuläßt, Geduld, Entspannung und ein bisschen mehr Arsch hoch und das “dicke” Problem löst sich von selbst. Gruß, Hennii

  2.  Sporty Girl am 11. November 2009:

    Oh Sorry Hennii, Dein Kommentar ist mir komplett durch die Lappen gegangen :-(
    Beim falschen Schönheits-Ideal fallen mir spontan noch die ganzen klapperdürren Models ein. Kein Wunder, dass die Leute immer mehr an Gewichtsreduzierung denken. Aber bei all den Diäten geht nichts über eine wirklich ausgewogene und vernünftige Ernährung und wie Du so schön sagst “mehr Arsch hoch”… auf der Couch sitzend hat noch kaum einer abgenommen ;-)

  3.  Tobias am 20. November 2009:

    Man kann (und sollte) mindestens einmal die Woche einen Tag einlegen, an dem man essen kann was man will. Schließlich soll man ja auch Spaß an der ganzen Sache haben. In meinem Ernährungsplan ist Sonntag mein “Refeed” Day wo ich esse wonach mir ist. Dann geht die Woche wieder besser los und das Training kann weitergehen :)

  4.  Sporty Girl am 23. November 2009:

    @Tobias: Ich persönlich habe mit so einem Fresstag pro Woche keine so guten Erfahrungen. Der ruiniert meistens das Ergebnis der gesamten Woche ;-)

  5.  Tobias am 26. November 2009:

    Natürlich sollte man dann kein 20 Mahlzeiten bei einen Fast-Food Restaurant einschmeißen :) Aber an solchen Tagen gönne ich mir dann doch mal ne Tiefkühlpizza oder einen Burger etc. Im Hinterkopf ist natürlich immer der Teufel der mir sagt das das schlecht ist ;)

  6.  Sporty Girl am 27. November 2009:

    Na ja, ich meinte natürlich auch keine 20 Mahlzeiten oder so, trotzdem habe ich damit schlechte Erfahrungen gemacht bis dato ;-)

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