Das Wort “Skiken” setzt sich aus den englischen Begriffe SKate und bIKE zusammen und bezeichnet eine Erfindung des Österreichers Otto Eder. Dieser hatte schon früh die Idee für eine erweiterte Form des Inline Skatens, welches auch Offroad Skaten ermöglicht, und konnte nach einem langen Kampf um das Patent im Jahre 2001 seine erste Kleinserie der Skikes produzieren lassen. Um diese Sportart auszuüben, benötigt man spezielle Skike-Schuhe, welche optisch Inline-Skates ähneln, allerdings nur zwei anstelle von vier Rollen haben. Diese sind mit einem Durchmesser von 15 cm relativ groß und werden mit Luft angefüllt.
Weiterhin benötigt der Skiker Nordic Blading Stöcke für den “Antrieb”, passende Protektoren für Knie und Ellbogen sowie einen (Fahrrad-)Helm. Gewöhnliche Handschoner machen es schwer, die Schlaufen der Stöcke über die Hand zu ziehen und sollten daher durch spezielle Varianten ersetzt werden.
Durch den Einsatz der Stöcke wird beim Skiken nicht nur die Bein-, sondern auch die Oberkörper- und Armmuskulatur beansprucht, was ein umfassenderes Training als Inline Skating bietet. Die Gelenke werden durch die fließenden Bewegungen geschont, daher stellt Skiken für Naturfreunde eine gute Alternative zu Nordic Walking, Nordic Blading oder Inline Skaten dar.
Mit der richtigen Ausrüstung kann es dann auch schon losgehen. Mit den Skikes werden die gleichen Bewegungen wie auf Inline Skates ausgeführt, während mit den Nordic Blading Stöcken kraftvoll abgestoßen wird. Innovativ ist vor Allem, dass der Boden hierfür nicht aus Asphalt bestehen muss, denn durch die großen, luftbefüllten Räder werden Unebenheiten problemlos ausgeglichen und Offroad Skaten möglich.
Anders als bei Inline Skates ruhen die Füße nicht in (schweißtreibenden) Kunststoffschuhen. Durch Klettverschlüsse werden die Skikes an beliebige Schuhe (möglichst knöchelhohe, stabilisierende Trekkingschuhe) angepasst, was vor Allem gute Vorbeugung gegen Blasen und wunde Stellen bietet, da der Fuß bereits an den Schuh gewöhnt ist.
Aber die Vorteile des Skikens sind noch vielfältiger: so kann beispielsweise, anders als beim Skaten, durch ein patentiertes Bremssystem gezielt und kraftvoll über die Wade gebremst werden, was die Sicherheit dieser Sportart deutlich erhöht. Weiterhin ist die Unfallgefahr durch herumliegende Steine und andere Gegenstände stark reduziert, da die luftgefüllten Rollen diese Unebenheiten locker ausgleichen. Wer schon etwas Übung hat, freut sich über diese zusätzliche kleine Herausforderung.
Da Skiken bei jedem Wetter möglich ist, bietet es ein gutes Ausdauer- und Muskeltraining das ganze Jahr über, ohne dass Zwangs-Trainingspausen den Erfolg mindern. Außerdem ist für diese Sportart keine außerordentliche Fitness als Basis notwendig – Skiken ist für Menschen jeder Alters- und Konditionsgruppe geeignet.