Bei Ihrer letzten Trainingseinheit lief alles wie am Schnürchen? Sie waren richtig motiviert und haben Ihre alte Bestmarke sogar verbessert? Gratulation – doch das eigentliche Martyrium beginnt meist erst ein bis zwei Tage danach und heißt Muskelkater. Sie kommen kaum aus den Federn, brauchen schon fast eine helfende Hand beim Ankleiden oder fühlen sich bei körperlichen Tätigkeiten als wären Sie bereits im zarten Greisenalter von 80 Jahren. So oder ähnlich haben wir den lieben Muskelkater alle schon ein- oder mehrmals erlebt und uns gefragt: “Was hilft nur gegen Muskelkater?” Sie können ihm zwar nicht entfliehen, wenn er sich bereits angekündigt hat, aber mit einigen Tipps erfolgreich etwas lindern.
Zuerst einmal wollen wir uns aber dem Thema Muskelkater selbst widmen, beziehungsweise der Frage: Was ist ein Muskelkater eigentlich genau?
Als Muskelkater werden Schmerzen in der Muskulatur bezeichnet, an deren Entstehen ungewohnte sowie auch größere Anstrengungen schuld sind. Okidoki, ein Muskelkater will Ihnen also zunächst einmal mitteilen: “Du hast es übertrieben, das nächste Mal bitte etwas langsamer und/oder weniger”. Für gewöhnlich schleicht der Muskelkater auf seinen nicht gar so samtigen Pfötchen zirka 12 bis 24 Stunden nach der sportlichen Betätigung herein und begleitet uns so drei bis fünf Tage. Typisch für ihn: Wenn wir uns nicht bewegen, spüren wir ihn nicht, aber erzählt er uns richtige Schmerzgeschichten, wenn die betroffene Muskelregion in Aktion tritt.
Früher wurde angenommen, dass ein Muskelkater durch zuviel Milchsäure im Gewebe entstehen würde. Das ist aber ziemlicher Quatsch, denn dann müsste der Muskelkater vorüber sein, wenn die Milchsäure vom Körper abgebaut ist und das geschieht viel schneller. Heute wird davon ausgegangen, dass die Muskelschmerzen, die wir Muskelkater bezeichnen, kleinste Verletzungen in der Muskulatur darstellen. Diese Verletzungen entstehen bei ungewohnten Belastungen, wenn verschiedene Muskeln nicht optimal miteinander in Koordination stehen. Uns leuchtet sicher allen ein, dass Verletzungen, egal wie klein auch immer sie sein mögen, nicht gut für unsere Gesundheit sind. Also sollten wir den Herrn Muskelkater auch ernst nehmen und das Ganze zukünftig eine Runde langsamer angehen.
Was aber nun gegen den Muskelkater tun, wenn er sich bereits eingeschlichen hat? Grundsätzlich soll zur Behandlung die Durchblutung der betroffenen Muskulatur gesteigert werden, damit die Kleinstverletzungen rasch heilen können. Nachfolgend ein paar Tipps, die Ihnen den Umgang mit der nicht gar so freundlichen Katze erleichtern:
Bewegung: So lange Sie sich nicht erneut verausgaben, tut Bewegung Ihrer Muskulatur gut. Laut Sportmedizinern wird dadurch der Bewegungsradius verbessert und der Muskulatur durch die Durchblutungssteigerung bei der Regeneration geholfen. Es wird sogar empfohlen, die gleiche Belastung, die den Muskelkater ausgelöst hat, mit halber Intensität auszuführen.
Sauna und heiße Bäder: Nichts wie rein ins Warme! Denn auch hier wird die Muskeldurchblutung so richtig angekurbelt. Ein kaltes Bad hingegen wirkt wie ein Schmerzmittel. Es lähmt die Nerven und sorgt für gleichmäßigere Bewegungen.
Sportsalben: Auch wärmende Salben fördern die Durchblutung und helfen so beim Regenerieren. Außerdem wirkt das Einreiben oft wie eine Art Lymphdrainage. Die Gewebsflüssigkeit wird besser abtransportiert und die Schwellung geht zurück.
Schmerzmittel: Zu den Tabletten sollten Sie nur greifen, wenn es nicht anders geht und dann nur einfache und leichte Schmerzmittel verwenden. Laut Experten bewegen Sie sich ohne stärkere Schmerzen natürlicher. Dadurch wird Ihre Muskulatur besser durchblutet, was wiederum die Erholung beschleunigt. Ebenfalls empfohlen wird Magnesium, da es die Spannung aus der Muskulatur nimmt.
Süßes Nichtstun: Das ist natürlich auch in Ordnung, denn nach drei Tagen ist der ärgste Schmerz ohnehin vorbei. Sie brauchen sich auch keine Sorgen zu machen: Der Muskelkater hinterlässt keine bleibende Schäden. Außerdem schützt ein überstandener “Kater” mehrere Wochen vor dem nächsten bei der gleichen Belastung, die ihn vorher ausgelöst hat.
Keine Massagen! Da es sich beim Muskelkater um verletztes Gewebe mit feinen Rissen handelt, raten Experten von Massagen ab. Anstatt das verletzte Gewebe im Nachhinein zusätzlich zu reizen, sollten Sie sich lieber sanft und zärtlich streicheln lassen.
Sollte “das lästige Vieh” trotz aller gut gemeinter Maßnahmen nach fünf Tagen nicht vollständig das Weite gesucht haben, steht ein Besuch beim Sportarzt auf Ihrem Programm. Es könnte sich nämlich um eine Zerrung oder andere Verletzung handeln, die das Auge eines Mediziners erfordert.
[...] Montag gab es dann die nächste Breitseite, ein Muskelkater, der sich gewaschen hatte. Nach den nächsten 45 Minuten Training wars dann ganz aus, ich konnte [...]
[...] Und ich merke so langsam, dass ich den Sport wirklich brauche und es mir gut tut, wenn ich jeden Tag wenigstens 30 Minuten Sport mache. Freitagabend hat die Wassergymnastik wieder sehr viel Spaß gemacht, aber ich hatte am Samstag einen deutlichen Muskelkater. [...]