Immer wieder wird Chitosan von verschiedenen Herstellern und Händlern die Wirkung des Fettblockers angedichtet, dass es Fett bindet und somit verhindert werden soll, dass das mit der Nahrung aufgenommene Fett im Körper verdaut wird. Eine solche schlankmachende Wirkung ist aber wissenschaftlich nicht bewiesen! Ohne eine begleitende Diät ist Abnehmen nur mit einem solchen Fettblocker kaum möglich. Lassen Sie sich von solch unseriösen Händlern mit “Wunder” Wirkungsbeschreibungen nicht das Geld aus der Tasche ziehen!
Solch beschriebene “Wunder” sind einzig und alleine in der Werbung möglich. Keine Nahrungsergänzung kann Ihr überflüssiges Fett von selbst schrumpfen lassen oder gar das Fett, das Sie zu sich nehmen “kalorienfrei” machen.
Mit Nahrungsergänzungen können Sie lediglich Ihre tägliche Versorgung abrunden beziehungsweise Defizite in dieser ausgleichen. Der Rest liegt ganz alleine an Ihnen. Daran wie Sie sich ernähren und wie sportlich Sie sind.
Chitosan wird in erster Linie aus dem Chitin von Schalentieren wie z.B. Krabben, Crevetten oder Shrimps hergestellt. Nach der Reinigung werden die Schalen mit alkalischer Lauge behandelt, woraus Chitin als Rohstoff entsteht, welcher zu Chitosan und Glucosamin verarbeitet wird. Chitosan entsteht, indem Chitin der Inhaltsstoff Acetyl entzogen wird.
Chitin wurde erstmals von dem französischen Professor Henri Braconnot 1811 in Pilzen entdeckt, um 1820 dann aus Insekten isoliert. Chitin ist ein natürlicher Ballaststoff, welcher der Zellulose ähnlich ist. Die größte Quelle stellen die Panzer von Schalentieren (Krabben, Shrimps) dar. Chitosan wurde 1859 entdeckt. Zunächst wurde Chitosan als Filtermaterial in der Industrie verwendet, bis vor einigen Jahren seine spezifische Eignung für die Bereiche der Ernährung und der Kosmetik entdeckt wurden.
Wie einige pflanzliche Ballaststoffe auch, kann Chitosan vom Körper nicht verdaut werden. Aufgrund dessen beinhaltet Chitosan keine Kalorien, führt dem Körper also keine Energie zu. Menschliche Verdauungsenzyme können Ballaststoffe nicht abbauen, weswegen diese ein hohes Wasserbindungsvermögen aufweisen. So wird ein Teil dieser Ballaststoffe unverändert ausgeschieden.
Zellulose gehört zu den unlöslichen Ballaststoffen, die mit ihrer Wasser bindenden Eigenschaft in der Lebensmitteltechnik als Füllstoff, Gelier- und Verdickungsmittel eingesetzt wird.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Ballaststoffe im menschlichen Organismus eine Vielfalt positiver Wirkungen entfalten. So beugt z.B. die Zellulose Verstopfung vor, indem sie aufgrund ihres hohen Wasserbindungsvermögens im Darm aufquillt, das Volumen vergrößert und so die Darmperistaltik anregt. Dadurch unterstützen die Ballaststoffe die Darmflora.